AIAA Design/Build/Fly Wettbewerb 2026












Unser erstes internationales Wettbewerbsprojekt
Mit dem AIAA Design/Build/Fly Wettbewerb 2026 setzte FlightLab MUC sein erstes großes internationales Flugzeugbauprojekt um. Ziel des Wettbewerbs ist die vollständige Entwicklung, Fertigung, Erprobung und der Einsatz eines ferngesteuerten Flugzeugs unter Wettbewerbsbedingungen.
Innerhalb weniger Monate entstand aus einer studentischen Initiative ein funktionierendes Engineering-Team, das ein eigenes Flugzeug entwickelte, baute und erfolgreich in die Luft brachte.
Die erste Iteration unseres Flugzeugs flog zuverlässig und bestätigte früh, dass unser grundlegendes Konzept tragfähig war. Die zweite Iteration sollte den Entwurf weiter für den Wettbewerb optimieren. Leider kam es bei einem Start unter starken Windbedingungen zu einem technischen Ausfall: Die Verbindung zwischen rechtem Querruder und Servo löste sich, wodurch das Flugzeug kurz nach dem Start abstürzte. Dadurch konnten wir nicht offiziell mit einem flugfähigen Flugzeug am Wettbewerb teilnehmen.
Trotzdem reiste unser Team in die USA und nahm vor Ort am Wettbewerb teil. Dort konnten wir internationale Teams, ihre Flugzeuge und ihre Arbeitsweisen direkt beobachten. Diese Erfahrung war für uns extrem wertvoll und bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Projekte.
Was ist Design/Build/Fly?
Der Design/Build/Fly Wettbewerb (DBF) wird vom American Institute of Aeronautics and Astronautics organisiert. Studentische Teams aus der ganzen Welt entwickeln dabei ein ferngesteuertes Flugzeug für eine jährlich wechselnde Aufgabenstellung.
Bewertet werden nicht nur die Flugleistungen, sondern der gesamte Entwicklungsprozess — von technischer Auslegung und Dokumentation über Fertigungsqualität bis hin zur Zuverlässigkeit und erfolgreichen Durchführung der Missionen.
Für FlightLab MUC war DBF 2026 der ideale Einstieg in den internationalen studentischen Flugzeugbau. Der Wettbewerb verbindet Theorie und Praxis genau dort, wo Luftfahrttechnik besonders spannend wird: Ein Flugzeug muss nicht nur konstruiert werden, sondern am Ende auch zuverlässig fliegen.
Unser Ziel für D/B/F 2026
Unser Ziel war es, ein robustes und missionsfähiges RC-Flugzeug zu entwickeln, das die Wettbewerbsanforderungen erfüllt und gleichzeitig mit unseren verfügbaren Ressourcen zuverlässig gebaut und getestet werden kann.
Dabei standen drei Punkte im Mittelpunkt:
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Entwicklung eines funktionierenden Gesamtsystems aus Aerodynamik, Struktur, Antrieb, Elektronik und Fertigung,
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Aufbau eines funktionierenden Engineering-Teams mit klaren Verantwortlichkeiten und technischen Prozessen,
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sowie die Schaffung einer Grundlage für zukünftige FlightLab-Projekte.
DBF 2026 sollte nicht nur ein Wettbewerbsflugzeug hervorbringen, sondern langfristig Wissen, Strukturen und Erfahrungen aufbauen.
Von der Idee zum fliegenden Prototypen
Am Anfang stand die Analyse der Wettbewerbsaufgabe. Daraus entwickelten wir verschiedene Konzepte und arbeiteten schrittweise einen konkreten Flugzeugentwurf aus.
Die erste Iteration wurde erfolgreich gebaut und getestet. Sie flog stabil und bestätigte viele unserer grundlegenden Designentscheidungen. Für unser junges Team war das ein wichtiger Erfolg: Der erste selbst entwickelte Prototyp funktionierte zuverlässig im praktischen Einsatz.
Auf Basis dieser Erfahrungen entstand eine zweite Iteration, die stärker auf die Wettbewerbsmissionen optimiert werden sollte. Gleichzeitig zeigte sich, wie anspruchsvoll der Weg von einem funktionierenden Prototyp zu einem zuverlässigen Wettbewerbsflugzeug ist: besonders unter realen Bedingungen wie Wind, Startbelastung und Zeitdruck.
Konstruktion und Fertigung
Die Fertigung war einer der intensivsten Teile des Projekts. Aus digitalen CAD-Daten entstanden reale Bauteile und schließlich ein vollständiges Flugzeug.
Je nach Bauteil kamen Holz, Schaumwerkstoffe, 3D-gedruckte Komponenten, Faserverbundstrukturen und klassische Modellbaumaterialien zum Einsatz. Die Herausforderung bestand darin, Leichtbau, Stabilität, Reparierbarkeit und Fertigungsaufwand sinnvoll zu kombinieren.
Für viele Teammitglieder war DBF 2026 die erste Möglichkeit, ein Flugzeug nicht nur theoretisch zu berechnen, sondern tatsächlich selbst zu bauen, zu montieren, zu testen und im Flug zu erleben.
Flugtests und technischer Rückschlag
Ein zentraler Meilenstein war der erfolgreiche Flug unserer ersten Iteration. Das Flugzeug flog zuverlässig und bestätigte die technische Arbeit der vorherigen Monate.
Die zweite Iteration sollte uns näher an ein wettbewerbsfähiges Flugzeug bringen. Leider kam es bei einem Start unter starken Windbedingungen zu einem Absturz. Während des Starts löste sich die Verbindung zwischen rechtem Querruder und Servo, wodurch das Flugzeug nicht mehr vollständig steuerbar war.
Dieser Ausfall verhinderte unsere offizielle Wettbewerbsteilnahme, war technisch jedoch sehr lehrreich. Er zeigte, wie entscheidend mechanische Detailauslegung, Pre-Flight-Checks, Belastungstests und Sicherheitsüberlegungen für ein zuverlässiges Flugzeug sind.
Gerade im Flugzeugbau können kleine Bauteile große Auswirkungen haben. Diese Erfahrung wird direkt in zukünftige Konstruktions-, Prüf- und Abnahmeprozesse einfließen.
Vor Ort beim Wettbewerb in den USA
Auch ohne offizielle Flugteilnahme reiste unser Team zum Wettbewerb in die USA. Dort konnten wir internationale Teams, ihre Flugzeuge und ihre Abläufe aus nächster Nähe beobachten.
Besonders wertvoll war der direkte Vergleich mit anderen Teams. Viele Erkenntnisse gewinnt man erst vor Ort — bei der Flugvorbereitung, während der Missionen, bei Reparaturen oder im Umgang mit Zeitdruck.
Diese Eindrücke nehmen wir direkt in zukünftige Projekte mit. DBF 2026 war damit trotz des technischen Rückschlags ein wichtiger Schritt für FlightLab MUC.
Was wir gelernt haben
DBF 2026 war für uns ein Projekt mit Erfolgen, Rückschlägen und vielen wertvollen Erkenntnissen.
Der erfolgreiche Flug der ersten Iteration zeigte, dass unser Team in kurzer Zeit ein funktionierendes Flugzeug entwickeln und bauen kann. Der Absturz der zweiten Iteration zeigte gleichzeitig, wie anspruchsvoll Zuverlässigkeit im Flugzeugbau ist.
Für zukünftige Projekte nehmen wir besonders folgende Punkte mit:
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robuste und prüfbare mechanische Verbindungen,
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standardisierte Pre-Flight-Checks,
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klare Abnahmekriterien für kritische Komponenten,
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schrittweise Testflüge unter passenden Bedingungen,
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ausreichende Zeitreserven für Reparaturen und Redesigns,
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sowie strukturiertes Projektmanagement.
Diese Erfahrungen helfen uns, zukünftige Flugzeuge robuster, strukturierter und professioneller zu entwickeln.
Danke an unsere Unterstützer
Ein Projekt wie DBF 2026 wäre ohne Unterstützung nicht möglich gewesen. Materialien, Werkzeuge, Fertigungsmöglichkeiten, finanzielle Beiträge und fachlicher Austausch haben entscheidend dazu beigetragen, unser erstes großes Wettbewerbsprojekt umzusetzen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Sponsoren, Partnern und Unterstützern, die FlightLab MUC auf diesem Weg begleitet haben.
Durch Ihre Unterstützung ermöglichen Sie Studierenden, echte technische Verantwortung zu übernehmen und bereits während des Studiums an anspruchsvollen Luftfahrtprojekten zu arbeiten.


